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Der richtige Autositz kann das Leben Ihres Kindes retten
Gesetzliche Bestimmungen in der SchweizKinder unter sieben Jahren müssen in der Schweiz seit dem Jahr 2002 im Kindersitz transportiert werden. Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren können entweder im Kindersitz oder lediglich mit dem Fahrzeuggurt angeschnallt werden. Der TCS jedoch empfiehlt Kinder bis 12 Jahre resp. bis zu einer Körpergrösse von 150 cm im Kindersitz mitfahren zu lassen.
DIE ECE-NORM
Ein guter Kindersitz muss nach der Europäischen Prüfnorm ECE 44 getestet und zugelassen sein. Am Sitz ist das orangefarbene ECEPrüfzeichen angebracht. Eine zweistellige Zahl gibt Aufschluss über die Prüfnorm. Die derzeit aktuelle Version ist die ECER 44/04. Dieses Etikett zeigt auch für welche Gewichtsgruppe der Sitz geeignet ist. Seit dem 8. April 2008 dürfen in ganz Europa nur noch Kindersitze verwendet werden, die der Prüfnorm ECER 44/03 oder ECER 44/04 entsprechen. In der Schweiz trifft diese Regelung (noch) nicht zu. Experten raten aber dennoch davon ab, Sitze zu verwenden, die älter sind.
Sicherheit auf ganzer Linie!
Das empfiehlt der ADAC!
Das empfiehlt der ADAC!
Das Interview mit dem ADAC-Sicherheitsexperten Andreas Ratzek
Wann sollte ich von einem Baby-Autositz auf einen Kinder-Autositz wechseln, und was muss ich dabei beachten?Da der Transport in einem Baby-Autositz entgegen der Fahrtrichtung besonders sicher ist, sollte der Wechsel so spät wie möglich erfolgen. Erst wenn der Kopf des Babys den oberen Rand der Schale erreicht, sollte in einen Kindersitz der Klasse I gewechselt werden.
BEGRÜNDUNG: In der Babyschale wird der gesamte Körper abgestützt – es gibt keine Relativbewegung zwischen Kopf und Rumpf - die Belastungen für Kopf und Nacken sind viel niedriger, als in einem nach vorne gerichteten Kindersitz, in dem „nur“ der Oberkörper vom Gurt gehalten wird und in dem sich der Kopf des Kindes frei nach vorne bewegen kann.
Was sind die drei wichtigsten Tipps beim Kauf eines Baby- bzw. Kinder-Autositzes?
1. Kindersitze werden in Gewichtsklassen eingeteilt. Daher das Kind vor dem Kauf wiegen und sich z. B. anhand von Testergebnissen über das Angebot an geeigneten Kindersitzen informieren.
2. Die in Frage kommenden Kindersitze ins eigene Fahrzeug einbauen. So kann sichergestellt werden, dass der Sitz gut ins Fahrzeug passt. BEGRÜNDUNG: Die Lage der Gurte und Form des Sitzpolsters kann die Passung der Kindersitze beeinflussen. Durch den Einbau werden mögliche Probleme aufgedeckt.
3. Das eigene Kind „Probe sitzen lassen“.
Wie lange „hält“ ein Sitz? Darf man auch gebrauchte Sitze verwenden?
Gerade in Bezug auf Seitenaufprallschutz haben sich einige Sitze in den letzten Jahren deutlich verbessert. Ältere Kindersitze sind zwar möglicherweise noch intakt, aber technisch überholt. Gebrauchte Kindersitze sollten aus bekannter Quelle stammen. So kann sichergestellt werden, dass der Kindersitz unbeschädigt und vollständig ist. Die Bedienungsanleitung muss auf alle Fälle dabei sein.
Meine Empfehlungen für die Weitergabe von Kindersitzen:
- einen Baby-Autositz (Sitz der ECE-Klasse 0+) für etwa drei Einsatzzyklen (typische Dauer von jeweils etwas über einem Jahr) verwenden
- einen Kindersitz der Klasse I für etwa zwei Einsatzzyklen (typische Dauer von etwa zweieinhalb Jahren) verwenden
- ein Sitzerhöher der Klassen II/III sollte wegen des langen Einsatzzeitraums (ca. 8 Jahre) bereits nach einem Kind entsorgt werden
Alte Kindersitze mit ECE-R44-02 Zulassung dürfen nicht mehr verwendet werden:
http://www.adac.de/Verkehr/sicher_unterwegs/Kindersicherung/Alte_Kindersitze/
Was besagt das ECE-Label und worauf muss ich hier achten?
Das ECE-Label bestätigt, dass der Kindersitz den Zulassungsvorschriften entspricht. Vorsicht: Es dürfen nur noch Kindersitze verwendet werden, die die Zulassung ECE-R44-03 oder neuer bestanden haben:
http://www.adac.de/Verkehr/sicher_unterwegs/Kindersicherung/Alte_Kindersitze/
Welches ist die sicherste Befestigung/Position eines Sitzes?
Der Kindersitz sollte sich so fest wie möglich mit dem Fahrzeug verbinden lassen. Sitze, die über Isofix im Fahrzeug montiert werden, erfüllen diese Anforderung meist besser, als Sitze die mittels Fahrzeuggurt eingebaut werden.
Da im Zusammenhang mit Frontairbags verschiedene Dinge zu beachten sind (z. B. Montageverbot von rückwärtsgerichteten Kindersitzen, Gurt muss vom oberen Umlenkpunkt zum Kindersitz stets nach vorne verlaufen, verschiedene Vorschriften von Fahrzeug- und Kindersitzherstellern) sollten Kinder bevorzugt hinten sitzen. Falls man nur ein Kind transportiert, ist es günstiger, wenn es auf der rechten Seite Platz nimmt. So kann man Problemen mit vorbeifahrenden Fahrzeugen aus dem Weg gehen.
Bei der Vielzahl unterschiedlicher Modelle verliert man leicht den Überblick. Wonach können sich Eltern richten, die sicher gehen wollen, dass sie den optimalen Sitz gewählt haben?
Am besten orientieren sich Eltern an Testergebissen (z.B. ADAC-Kindersitztest).
Tipps und Tricks rund um die Sicherheit im Auto
Wann ist ein Sitz korrekt eingebaut?
Es gibt nur wenige Autositze, die optimal in jedes Fahrzeug passen und sich wirklich fest einbauen lassen. Genau das ist jedoch das entscheidende Kriterium. Der Kindersitz muss sich fest installieren lassen und sollte danach möglichst nicht wackeln oder verrutschen. Ein Kindersitz, der mit den Fahrzeuggurten montiert wurde, sollte „hochhüpfen“ wenn das Gurtschloss vom Autogurt gelöst wird. Dies ist ein Zeichen, dass die Montage wirklich fest und der Kindersitz richtig ins Polster hineingepresst war. Die richtige Kleidung für das Plus an Sicherheit
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind im Baby- bzw. Kinder-Autositz nicht zu dick angezogen ist. Dicke Kleidung trägt auf und verhindert, dass die Gurte eng am Körper anliegen. Besonders in Baby-Autositzen ist kein korrekter Gurtverlauf möglich, da die Gurte von der Schulter rutschen. Das bedeutet, dass es bei einem Unfall zu einer grossen Vorverlagerung mit entsprechend höherer Belastung kommt. Deshalb: Wenn möglich, bitte auf dicke Kleidung verzichten und Ihren Schatz mit einer Decke wärmen.
Kindersitze im Flugzeug
Nur wenige Modelle haben überhaupt die Zulassung für eine Verwendung im Flugzeug und dann nur für bestimmte Fluggesellschaften. In jedem Fall sollten Sie sich rechtzeitig mit der jeweiligen Fluggesellschaft in Verbindung setzen, die Mitnahme eines Kindersitzes anmelden und einen separaten Sitzplatz für ihr Kind reservieren lassen. Denn nur mit einem eigenen Sitzplatz ist ein Baby oder Kleinkind an Bord bei Turbulenzen oder einem Unfall genauso sicher geschützt wie ein Erwachsener. Stichwort ISOFIX
Was steckt dahinter? Und wie sicher ist ISOFIX?
ISOFIX ist ein international genormtes Befestigungssystem für Kindersitze mit eigenem Gurtsystem. Beim ISOFIX-System sind zwei Rastarme unten am Kindersitz angebracht. Diese Rastarme greifen mit Schnappverschlüssen um die Rastbügel, die an der Fahrzeugstruktur, zwischen der Sitzlehne und dem Sitzpolster, verankert sind. Dadurch ist der Kindersitz fest mit der Karosserie des Fahrzeugs verriegelt. ISOFIX-Kindersitze zeichnen sich durch eine besonders einfache Bedienung aus, wodurch das Risiko einer falschen Befestigung minimiert wird. Falsche Gurtführung zählt bei konventionellen Kindersitzen zu den häufigsten Ursachen für Unfall-Verletzungen trotz Kindersitz. Weiterhin wird durch die starre Verbindung mit der Karosserie das Risiko eines Nachgebens der Gurte und eines Aufpralls des Kindes bei einem Unfall minimiert. Aus diesen Gründen schneiden Sitze mit ISOFIX-Halterung bei Crash-Tests im Allgemeinen besser ab als identische Sitze mit konventioneller Gurthalterung. Das System wird daher von Verkehrssicherheitsexperten und Unfallforschern allgemein empfohlen.
LINKTIPPS:
http://www.tcs.chhttp://www.gdv.de
http://www.dvr.de
http://www.adac.de
http://www.oeamtc.at
Herstellerinfos:
http://www.chicco-babycarsafety.com
















